
Zum 15. Mal wurde in Berlin die Diabetes Gala der Deutschen Diabetes-Hilfe in Berlin begangen. Prominente Gäste wie die Schauspielerinnen Esther Schweins oder Janine Kunze, Fußballweltmeister Pierre Littbarski, Schwimmstar Britta Steffen, Gameshow-Legende Jörg Draeger oder Reality-Star Hubert Fella kamen in die „Bar jeder Vernunft“ um Spenden für den guten Zweck zu sammeln, aufzuklären und auf die größte Volkskrankheit aufmerksam zu machen. Rund 11 Millionen Menschen sind allein in Deutschland von Diabetes betroffen, die Dunkelziffer beträgt mehr als zwei Millionen.

Pierre Littbarski kam mit seiner neuen Freundin Kerstin. Der Weltmeister von 1990 erklärte über sein Engagement im Kampf gegen Diabetes: „Früher hat das Christoph Daum gemacht und ich bin jetzt so eine Art Markenbotschafter für die Diabetes-Hilfe und das macht mir sehr viel Spaß. Wir haben mehrere Projekte und man versucht natürlich immer wieder neue Spenden zu generieren. Das ist natürlich hier eine sehr schöne Plattform.“ Vor allem plädiert Litti für Bewegung: „Sport treiben wir natürlich! Wir wissen schon um diese Problematik, besonders für die Jugendlichen und das ist ja heute nicht mehr nur für einzelne Personen, sondern ein Familienproblem. Dass Bewegung nicht genug ist und nicht mehr ausreicht. Das ist glaube ich ganz wichtig, dass wir da auch immer wieder drauf aufmerksam machen.“ Erst in diesem Jahr machte Pierre Littbarski die Liebe zu seiner neuen Lebensgefährtin öffentlich, die er schon lange kannte, aber erst später liebte. Über das Besondere an ihr sagt er uns: „Ja, dass sie sehr viel Geduld hat. Ich bin Widder und sehr ungeduldig. Mit dem Stier habe ich eine sehr gute Partnerin, die sehr ausgleichend ist und das ist manchmal ganz wichtig, weil ich mache zuerst und denke dann. Und sie regelt das so ein bisschen.“ Kerstin sagt über Pierre: „Er ist die Liebe meines Lebens. Ich liebe ihn. Seit 83. Besser geht’s einfach nicht.“ Pierre erklärt gerührt: „Es passt sehr gut zusammen und manchmal muss man eine Weile länger suchen oder länger warten, bis man das Glück findet.“

Britta Steffen ist es eine Herzensangelegenheit, sich für die Gesundheit anderer einzusetzen. Sie sagt: „Ich habe eine Heilpraktikerausbildung gemacht und da war Diabetes ziemlich zentral als Thema. Man hat dann gelernt Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, Diabetes Typ 2 ist eher so ein erworbener Diabetes und da kann man wahnsinnig viel in Richtung Ernährung und Bewegung tun. Wir sind eine sitzende Gesellschaft. Unsere Kinder bewegen sich auch nicht mehr genügend. Früher sagte man zu Diabetes Typ 2 sei eher Spätdiabetes. Jetzt betrifft es halt schon Kinder und Jugendliche. Ich glaube, wir müssen da wirklich einiges tun, um unsere Kinder gesund zu halten.“

Hubert Fella hat seit über 40 Jahren Diabetes Typ 1. Er erklärt: „Was mich sehr begleitet, sind hoch, runter, hoch, runter. Ich habe einen sehr schwankenden Zucker. Das ist halt echt schwierig mit Typ 1 Diabetes, 42 Jahre. Ich habe früher angefangen mit Kanüle, mit Spritzen, noch aufgezogen… Da musstest du eine Minute warten, manchmal sogar anderthalb Minuten, bis der Zuckerwert dann erst kam… Die Anfangszeit war echt schwierig und heutzutage hast du deinen Stick am Arm und es sagt dir auf dem Handy, wie hoch dein Zuckerwert ist.“ Zuletzt gab es auch große Sorge um Hubert. Im Mai musste er notoperiert werden. Hubert erzählt: „Ich hatte die ganze Zeit eine Thrombose im Kopf noch gehabt, da bin ich fünfeinhalb Stunden operiert worden. Ich war zwei Wochen im Krankenhaus gelegen und dann drei Wochen auf Reha, aber toi toi toi. Es ist alles wieder gut.“ Sein Leben hat sich seitdem etwas verändert: „Ich trink kein Alkohol mehr. Ich esse ganz wenig Schweinefleisch, fast kein Salz mehr und Eier soll ich weglassen. So die Lieblingssachen halt alle. Aber es geht auch zu feiern. Ich habe jetzt fünfeinhalb Monate keinen Alkohol getrunken. Mir geht’s perfekt. Sag ich euch, mir geht es blendend.“

Auch Esther Schweins hat Berührungen zum Thema Diabetes. Sie verrät: „Meine Mutter bekam Diabetes Typ 1 mit 40 Jahren, als ich drei Jahre alt war. Sehr dramatisch und eigentlich auch immer sehr dramatisch geblieben. Bis heute im hohen Alter und dass Sie dieses hohe Alter erreicht hat, ist ein Wunder.“ Was Esther für ihre eigene Gesundheit tut? „Ich bin keine Asketin, aber grundsätzlich versuche ich mich frisch zu ernähren und achte darauf, was ich esse und esse viel Gemüse und Obst und meine Ballaststoffe und passe einfach auf mich auf.“

Janine Kunze kennt Diabetes ebenfalls aus der Familie. Sie sagt: „Ich bin mit dem Thema Diabetes schon sehr, sehr lange in Berührung, denn ich habe ja eine Krankenschwesternausbildung gemacht… Mein Schwiegervater ist auch ein Diabetes Typ 2 dann erkrankt und ist daran letzten Endes leider verstorben. Darum ist das schon ein Thema, was uns in der Familie auch immer begleitet…“ Das Thema Ernährung ist ihr daher wichtig. Janina: „Ich vergleiche das immer so ein bisschen mit einem Motor. In einen Motor füllen wir Sprit ein und wenn es der falsche ist, dann geht der Motor kaputt. Und so ist es. Wir müssen unseren Körper pflegen und eben gut behandeln und mit den richtigen Sachen füttern.“

Moderator Jörg Draeger ist fit wie ein Turnschuh und konnte seinen Diabetes Typ 2 mit Ernährung und Bewegung weitestgehend wieder loswerden. Draeger: „Ich nehme keine Fahrstühle mehr. Ich habe mir Fahrstuhlverbot sozusagen selbst ausgesprochen und latsche wird wirklich jede Treppe und wenn es sein muss, auch zwei oder drei Mal, ich mache viel zu Fuß. Wir haben einen Hund, nicht nur deswegen, mit dem gehe ich mehr.“ Ehefrau Petra küsst er an dem Abend vor unserer Kamera. Sie passt gelegentlich gut auf was gegessen wird. Jörg Draeger lacht: „Die verleidet mir manchmal das Essen. Wir sitzen mit der Familie zusammen und gehen irgendwo essen und dann sagt erst die Tochter: Papa! Dann sagt der Sohn: Papa! Das geht überhaupt nicht. Und dann sagt Petra: Jetzt ist aber Schicht!“














