Karl Lagerfeld:
Outet sich als Wahl-Muffel!

Karl Lagerfeld eröffnete am Montag in St. Moritz eine Ausstellung mit drei neuen Kunstwerken, die er geschaffen hat. Als Künstler würde sich der Modezar aber nicht bezeichnen wollen, wie er gegenüber „zeit.de“ erklärt.

„Leute, die eigentlich einen anderen Beruf haben, aber behaupten, dass sie Künstler seien, haben ein Problem“, so Lagerfeld. Sein dreijähriges Kunst-Studium habe er auch nur als privates Vergnügen absolviert, nicht für irgendeinen Titel. „Sie haben ja in Deutschland gesehen, wie das mit den Doktortiteln geht. Das ist ja eine tolle Sache. Ich habe weder Abitur noch sonst etwas. Ich habe mir alles selbst beigebracht.“

Lagerfeld ist aber nicht nur selbst kreativ, er sammelt auch leidenschaftlich gern. Dass zu den Objekten seiner Begierde auch die Werke der russischen Konstruktivisten zählen, sei aber kein Ausdruck dafür, dass Kunst für ihn auch eine politische Dimension haben müsse.

Der Modemacher erläutert: „Mich interessiert an ihrer Kunst mehr das Grafische, nicht das Politische. Ich habe in meinem Leben noch nie gewählt. Werde ich auch nicht mehr tun.“

An die Wand hängt Lagerfeld seine erworbenen Schätze übrigens nicht. „Wissen Sie, wenn man 300.000 Bücher besitzt, dann hat man keinen Platz mehr für Kunst. Kunstwerke sollen im Kopf existieren, nicht als Trophäen an der Wand“, macht er klar.

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

Comments

  1. hätte nie geglaubt, dass ich das mal sage, aber: Recht hat er!

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