
Ein Bild mit Seltenheitswert: Rudi Völler und Pierre Littbarski gemeinsam auf der Trainerbank
Hoher Besuch im Prenzlauer Berg in Berlin. Zum 10. Mal kickte der FC Bundestag gegen den FC Diabetologie. Es geht um Aufmerksamkeit und Aufklärung rund um die Volkskrankheit Diabetes. Das Charity Fußballspiel wurde in den vergangenen Jahren stets von Christoph Daum begleitet. Nach dessen tragischem Krebstod hat Fußballweltmeister Pierre Littbarski seinen Posten als Mannschaftsführer der Diabetologie übernommen.
Pierre Littbarski erzählte uns: „Ich bin ja Nachfolger von Christoph Daum, der sich sehr engagiert hat für die Diabetologie und ich trainiere die Mannschaft jetzt im zweiten Jahr, war vorher Spieler. Ich bin jetzt aufgestiegen…“ Was Littbarski (66) selbst für seine Gesundheit tut? Litti: „Ich rauche nicht, ich trinke nicht. Vielleicht hilft das ein bisschen. Ich raffe mich immer noch auf Sport zu treiben, Fahrrad zu fahren, zu joggen. Ich war ja ein Fußballspieler, der lieber mit Ball gelaufen ist als ohne. Jetzt muss ich ohne Ball laufen. Das fällt schon ein bisschen schwerer.“

Rudi Völler bei seiner Ankunft im Jahn Sportpark
In diesem Jahr kam kurz nach dem Anpfiff sogar noch Rudi Völler dazu. Die beiden Fußball-Legenden begrüßten sich herzlich. Schließlich kennen sie sich seit 46 Jahren, wurden 1990 gemeinsam Weltmeister. Rudi Völler erklärt uns im persönlichen Interview, warum er da ist: „Weil ich es schon lange versprochen habe. Mein Ex-Trainer, mit dem ich ja lange zusammengearbeitet habe, Christoph Daum, der leider ja schon verstorben ist. Der hat das lange intensiv unterstützt und dem habe ich versprochen, dass ich auch einmal vorbeikomme…“
Rudi Völler engagierte sich gern um auf Diabetes aufmerksam zu machen. Er erklärte: „Es ist einfach für einen guten Zweck. Tolle Sache, ein bisschen Vorbeugung gegen Diabetes. Es ist ja eine Volkskrankheit. Wir haben ja alle in unserem Freundeskreis Menschen, die daran erkrankt sind. Wichtige Sache!“
Was der 66-Jährige heute noch für seinen Körper tut? Völler: „Solange die Knie noch mitmachen. Ich habe ja auch eine gewisse Vergangenheit was Sport anbetrifft, da sind die Knie nicht mehr ganz so jungfräulich. Ich versuche noch zweimal die Woche ein bisschen Sport zu treiben. Mal aufs Laufband gehen oder mal ein bisschen Radfahren. So ein bisschen Schwitzen tut gut. Aber Fußball spielen geht leider nicht mehr.“
Was Rudi Völler und Littbarski für immer zusammengeschweißt hat? Völler: „Wir sind 1990 Weltmeister geworden. Das ist für jeden Fußballer das Allergrößte. Mehr geht nicht. Es gibt viele wichtige Spiele. Wichtige Turniere, deutsche Meisterschaften. Aber Weltmeister zu werden ist natürlich vom feinsten.“

Angelica Camm-Daum war auch mit dabei.
Auch Angelica Camm-Daum begrüßte Völler. Die Witwe von Christoph Daum ist sehr glücklich, dass die Fußballstars das Erbe von Christoph für den guten Zweck fortsetzen. Angelica sagt uns, wie sie mit der Trauer um ihren Mann umgeht: „Es ist schon 20 Monate her, aber er ist ja trotzdem irgendwie da. Er ist auch jetzt irgendwie über uns. Er ist immer wieder bei allen Sachen anwesend, aber es ist natürlich schwierig. Es war halt mein Lebensmensch, das kann man nicht so einfach loslassen.“
Ihr Wunsch: „Ich wünsche mir, dass es weiter viel Aufmerksamkeit findet, dass eine gute Gesetzgebung stattfindet, wie man Diabetes besser bekämpfen kann und was ich sowieso gravierend schrecklich finde, dass es keinen Schulsport gibt oder dass das immer als allererstes wegfällt. Ich bin da ja radikal. Ich würde sagen, morgens 20 Minuten Morgen-Gymnastik im Schulhof. Egal wie. Dass alle schon mal fit in die Klasse kommen.“
Am Ende siegt tatsächlich die Mannschaft von Pierre Littbarski. Das Team Diabetologie ist seit Jahren ungeschlagen…

Gruppenfoto mit Rudi Völler nach der Partie…

DFB Sportdirektor Rudi Völler hatte Spaß am Spielfeldrand

Fußball-Weltmeister Pierre Littbarski als Trainer im Einsatz.

Littbarski und sein Team Diabetologie.


