Schlager-Legende Cindy Berger – Erinnerungen an ABBA und ihr neues, bewegendes Leben in Berlin

Großer Auftritt für eine echte Musik-Ikone. Am Rande der ESC-Party von Julian F.M. Stoeckel sprach Schlager- und ESC-Legende Cindy Berger (bekannt durch das Kult-Duo „Cindy & Bert“) über ihre magische Vergangenheit in Brighton und verriet, wie ihr heutiges Leben abseits der großen Showbühne aussieht.

Beim „Grand Prix Eurovision de la Canson“ 1974 stand sie in Brighton auf derselben Bühne wie eine der größten Bands aller Zeiten. Das Abschneiden war damals zwar Nebensache, das Erlebnis dafür umso prägender: „Also, ich muss sagen, es war, obwohl wir ja nicht so gut abgeschnitten haben, war es doch ein Riesenerlebnis nachhinein. Also, ich bereue es keinesfalls, was wir dabei waren.“

Besonders der Vergleich zu den heutigen, hochtechnisierten Playback-Shows beschäftigt die Sängerin. Damals hatte der ESC noch eine ganz andere, handgemachte Seele: „…das war halt damals noch alles anders mit großem Orchester. Unser Arrangeur und Komponist hat dann dirigiert […] heute mit dem Playback ist ja alles ein bisschen anders.“

Das absolute Highlight des damaligen Abenteuers war jedoch eine ganz persönliche Begegnung mit den späteren Weltstars aus Schweden, die bis heute nachwirkt: „Ja. Und wir haben ABBA kennengelernt. Gut, persönlich. Und wir haben und immer wenn wir sie getroffen haben, Jahre später noch haben die uns auch immer noch erkannt und uns umarmt und das waren sind wunderbare Menschen.“

Dass es mit der ganz großen Karriere klappte, sieht die heute fast 10-jährige Wahl-Berlinerin bescheiden. Neben Talent brauche es vor allem den richtigen Moment: „Es gehört also auch jede Menge Glück dazu und man muss dann am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein und das haben wir zum Glück geschafft.“

Wer glaubt, dass sich die sympathische Sängerin heute im Ruhestand auf ihren Lorbeeren ausruht, irrt sich gewaltig. Stattdessen engagiert sie sich in Berlin leidenschaftlich bei einer Gesellschaft namens „Careship“ für einsame Seniorinnen und Senioren – eine Aufgabe, die ihr unglaublich viel Kraft schenkt: „Ich arbeite immer weiter. […] Also, wenn jemand z.B. sagt, was würde ich machen, wenn ich Sie nicht hätte? Das ist doch eine Aussage, die tut ja gut. Und wenn ich dann nach Hause fahre, bin ich beschwingt und froh und deswegen das hält mich auch fit.“

Cindy Berger

von TIKonline.de