„Malavita – The Family“:
Mafia-Familie im Exil mischt verschlafenes Dorf auf

Malavita (Foto: Universum Film)
Es gibt wohl kaum jemanden der einen abgebrühten Mafiosi-Boss besser spielen könnte, als Robert De Niro. Der 70-Jährige ist bekannt für seine Rollen als kurioser Gangster und durfte schon in der Vergangenheit in Filmen wie „Der Pate II“ und „Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ ordentlich Erfahrung auf dem Gebiet sammeln.

Nun schickt ihn Regisseur Luc Besson ins Exil in die verschlafene Normandie in Frankreich inklusive seiner impulsiven Ehefrau (Michelle Pfeiffer) und den beiden Kindern Belle (Diane Agron) und Warren (John D’Leo). Mafia-Rentner Fred gehörte einst zu den mächtigsten Männern im New Yorker Untergrund. Als er jedoch einige seiner Gangsterfreunde ans Messer liefert ist das schöne Leben in der amerikanischen Großstadt vorbei und aus der Familie Manzoni werden die Blakes, die von dem FBI-Agenten Stansfield (Tommy Lee Jones) in die Normandie verfrachtet werden.

Doch das Leben in einem kleinen französischen Dorf gestaltet sich für die nicht ganz so normale Familie gar nicht so einfach. Schon bald sind Konflikte mit den Einheimischen nicht das einzige Problem des Familien-Clans, denn schnell fliegt der Schwindel auf und die rachsüchtigen Mafia-Paten nehmen ihre Fährte auf.

Luc Bessons Mafia-Komödie nimmt den Zuschauer mit auf einen herrlich komischen und rasanten Trip, der so gar nicht sein will, wie die bitterernsten Werke über die Italo-Gangster von Scorsese und Coppola. Die Besetzung überzeugt mit irre witzigen Macken und Sprüchen sowie mit Explosionen und Verfolgungsjagden, die für den ganz besonderen Nervenkitzel sorgen.

Auch Michelle Pfeiffer durfte vor „Malavita – The Family“ bereits Erfahrung als Mafiabraut in „Scarface“ sammeln. An der Seite von Robert De Niro gibt sie die äußerst temperamentvolle Ehefrau Maggie, die mit ihrer taffen Art selbst einen ganzen Gangsterzirkel leiten könnte.

Die skurrilen Situationen in die die ausrangierte Mafia-Familie in dem spießigen kleinen französischen Dorf immer wieder gerät, sorgen für die großen Lacher. „Malavita“ spielt mit den gängigen Klischees aus anderen Filmen wie „Goodfellas“ und „Die Mafiabraut“ und zeigt actionreich wie komisch die Flucht vor der Mafia sein kann.

„Malavita – The Family“ ist seit dem 11. April auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

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Foto(s): © Universum Film

von Natalie Eilers

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