Bartpflege für den Mann von heute – Tipps im Überblick

Glattrasiert war gestern. Wie der Focus feststellt, tragen 45 Prozent der deutschen Männer Bart, unter jüngeren Semestern ist der Anteil noch einmal deutlich höher. Auch viele Prominente erregten in der jüngsten Zeit Aufsehen mit ihrer Entscheidung für Haare im Gesicht – von Brad Pitt bis Jude Law.

Dabei ist Bart nicht gleich Bart. Um damit richtig gut auszusehen, sollten sich Männer bewusst für eine Bartform entscheiden, die zu ihrem Gesicht und ihrem Typ passt. Außerdem kommt es auf die Pflege an. Wer die Haare einfach in alle Richtungen wachsen lässt, muss sich nicht wundern, wenn das Ergebnis keine Begeisterungsstürme hervorruft. Doch wie bringt Mann seinen Bart in die richtige Form und wie sieht eine gründliche Bartpflege aus?

Ein gut gepflegter Bart erfordert mitunter ein wenig Arbeit. Nur so lässt sich ein ansprechender Look erzeugen.

Bart stutzen – eine Kunst für sich

Wer sich einen Vollbart wachsen lassen will, kann erst einmal vier Wochen warten und nichts tun. Dann ist es an der Zeit, regelmäßig – am besten zweimal in der Woche – den Bart zu stutzen beziehungsweise zu trimmen. Nur so sieht er gleichmäßig und gepflegt aus und behält eine ansprechende Form. Bei anderen Bartformen setzt diese Prozedur idealerweise früher ein.

Am besten verwenden Männer dabei einen Barttrimmer beziehungsweise einen Rasierer mit Trimmfunktion. So ist die Arbeit schnell getan. Außerdem erleichtern es diese Geräte, für ein einheitliches Ergebnis und klare Konturen zu sorgen. Beim Stutzen selbst empfiehlt sich die folgende Vorgehensweise:

  1. Zuerst ist es wichtig, den Bart sorgfältig zu waschen, um ihn auf das Trimmen vorzubereiten.
  2. Anschließend kämmt man ihn gründlich durch.
  3. Vor dem Trimmen muss die richtige Länge eingestellt beziehungsweise der richtige Aufsatz gewählt werden.
  4. Gestutzt wird in Wuchsrichtung. Gleichzeitig ist es wichtig, die Flächen jenseits der Konturen sorgfältig zu rasieren. Ein ausgebildeter Barber hilft dabei, die Konturen zu bestimmen.
  5. Nach dem Stutzen ist es Zeit für eine Reinigung. Das beinhaltet, das Gesicht zu waschen und von losen Härchen zu befreien. Außerdem sollten der Trimmer und andere Hilfsmittel gereinigt werden. Schließlich kommt man meist nicht umhin, das Waschbecken zu säubern.

Voraussetzung dafür, dass diese Prozedur erfolgreich verläuft, ist ein gutes Equipment. Scharfe Klingen gewährleisten Einheitlichkeit und erleichtern die Arbeit. Wer es altmodisch bevorzugt, kann statt eines Barttrimmers eine Bartschere verwenden. Das ist allerdings die deutlich mühsamere und zeitaufwendigere Arbeit. Gerade für das Ausdünnen von Bärten ist eine Schere nur bedingt geeignet.

Übrigens: Auch ein Dreitagebart sieht nur dann gut aus, wenn ihn sein Träger regelmäßig stutzt und die umliegenden Flächen rasiert. Ein stoppeliger Fleckenteppich im Gesicht kommt bei keiner Frau gut an.

Pflegeprodukte für den Bart

Regelmäßiges Trimmen ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist eine gründliche Bartpflege. Dafür stehen Männern verschiedene Produkte zur Verfügung:

  • Bartshampoo: Den Bart zu reinigen, ist wichtig. Schließlich verfängt sich in den Härchen so einiges, was man da lieber nicht haben möchte. Der Nachteil an handelsüblichen Shampoos für die Haare auf dem Kopf ist, dass diese entfettend wirken und so die wichtige Schutzschicht des Bartes zerstören. Deshalb macht es Sinn, auf ein spezielles Bartshampoo zurückzugreifen, das eine schonende Reinigung garantiert.
  • Bartöl: Bartöl gehört zur Grundausstattung bei der Bartpflege. Es pflegt Haut und Haar, schützt vor Feuchtigkeitsverlust und sorgt für einen geschmeidigen und schön weichen Bart. Zentraler Bestandteil von Bartöl ist ein Trägeröl wie Jojoba-, Mandel- oder Hanföl. Unterschiede gibt es auch im Duft. Hier geht probieren über studieren.
  • Bartbalsam: Bartbalsam empfiehlt sich vor allem bei längeren Bärten. Auch hier kommen diverse Öle zum Einsatz ebenso wie beispielsweise Bienenwachs. Zusätzlich zu pflegenden Eigenschaften unterstützt Bartbalsam das Styling.
  • Bartwachs: Es ähnelt Bartbalsam in vielen Belangen und ist vor allem für das Stylen von Oberlippenbärten geeignet. Männer, die ihren Schnurrbart zwirbeln möchten, kommen um Bartwachs bzw. Bartwichse kaum herum.
  • Bartbürste: Die Anschaffung einer Bartbürste macht in mehrerlei Hinsicht Sinn. Unter anderem hilft sie dabei, die Durchblutung anzuregen und Bartschuppen abzutransportieren. Davon abgesehen ist eine Bürste neben einem Bartkamm hilfreich beim Styling.

Bei der Auswahl gilt: Gute Bartpflegeprodukte haben ihren Preis. Das bedeutet nicht, dass man für einen gepflegten Bart ein Vermögen ausgeben muss. Nur auf Schnäppchen zu vertrauen, ist allerdings der falsche Weg.

Weitere Tipps zur Bartpflege

Barttrimmer, Bartöl, Bürste und Balsam stehen bereit? Dann kann es losgehen mit der Bartpflege. Wer zusätzlich die folgenden Tipps beachtet, darf sich schon bald über einen geschmeidigen und gutaussehenden Bart freuen.

  • Regelmäßiges Waschen ist entscheidend für einen gepflegten Bart. Zum Trocknen verwendet man am besten ein Handtuch und keinen Fön. So trocknen die Haare nicht aus und es kommt nicht zu lästigen Hautirritationen.
  • Viel hilft viel gilt nur bedingt bei der Bartpflege. Vor allem bei der Anwendung von Bartöl ist Sparsamkeit meist die bessere Option. Sonst sieht das Resultat schnell schmierig aus.
  • Haargel oder Haarspray hat im Bart nichts verloren und ist kein adäquater Ersatz für Bartbalsam.
  • In der Ruhe liegt die Kraft. Bartpflege benötigt Zeit, doch das Ergebnis lohnt die Mühe. Darum lieber etwas früher aufstehen für eine gründliche Bartpflege.

Ein gesunder und gepflegter Bart verzeiht schon einmal ein paar Tage ohne Pflege. Davon abgesehen ist Regelmäßigkeit oberstes Gebot. Gerade die vermeintlich so pflegeleichten Vollbärte benötigen eine Extraportion Zuwendung. Deshalb sollten sich Männer vorab gut überlegen, ob sie die Arbeit auf sich nehmen wollen.

Das Stutzen des Bartes will gelernt sein – Fehler können hierbei den gesamten Look ruinieren.

Bartpflege ist wichtig für die Hygiene

Immer wieder kursieren Schreckensmeldungen in den Medien über Keime, die sich in Bärten ansammeln und diese zu einer rundum unappetitlichen Angelegenheit machen würden. Experten halten solche generalisierten Behauptungen für schlichtweg übertrieben, wie in der Apotheken Umschau nachzulesen. Demnach sind Barthaare an sich keineswegs unhygienisch. Allerdings ist eine regelmäßige und gründliche Pflege entscheidend dafür, dass die stolze Haarpracht nicht zur Bakterienschleuder wird. Es gibt also neben dem Aussehen noch andere Gründe dafür, dem eigenen Bart die volle Aufmerksamkeit zu widmen.

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von TIKonline.de