Boyzone:
„Brother“-Tour weckte schmerzhafte Erinnerungen

Boyzone in Berlin (Foto: HauptBruch GbR)

Boyzone sind der Meinung, sie hätten nicht auf Tour gehen sollen. Die irische Boyband hatte Schwierigkeiten, den Tod ihres Bandmitgliedes Stephen Gately im Jahr 2009 zu verarbeiten und Frontmann Ronan Keating gibt zu, dass er es bereut, die „Brother“-Gedenktour im Jahr 2011 gemacht zu haben.

„Es war eine komische Zeit, diese ‚Brother‘-Tour in 2011“, verrät er. „Ich wünschte mir, dass wir es nicht gemacht hätten, um ehrlich zu sein. Es war die emotionalste und schwierigste Arbeit, die ich bisher gemacht habe.“

„Es war eine schmerzhafte Tour“, fügt sein Bandkollege Keith Duffy hinzu. „Als wir am Ende ankamen, erlebten wir alle sehr düstere Momente. Ich trank viel zu viel, um den Schmerz zu betäuben. Als es dann vorbei war, ging das schon so lange, das Trinken auf diese Weise für diese lange Zeit, dass ich in einer sehr schlechten Verfassung war.“

Er erklärt weiter: „Es hat mich viel Zeit gekostet, da wieder heraus zu kommen. Ich ging danach zur Trauerfall-Beratung. Das hat mir geholfen, meinen Kopf wieder klar zu kriegen. Wenn du deine Probleme laut aussprichst, wird es auf einmal leichter, damit umzugehen. Sie zu unterdrücken hilft nicht.“

Die „No Matter What“-Interpreten, die außerdem noch aus Shane Lynch und Mikey Graham bestehen, werden ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem neuen Album namens „BZ20“ feiern und planen, so viel es geht aus ihrem Comeback herauszuholen.

„Wir haben keine Angst mehr, wir fürchten uns nicht mehr davor, das Falsche zu sagen“, verrät Graham der Zeitung „The Sun“. „Wir sind erwachsene Männer und wir verstehen uns und die Industrie um uns herum. Wir hätten uns nie erträumt, dass wir jemals unser 20-jähriges Jubiläum feiern und wir halten es nicht für selbstverständlich.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von Natalie Eilers

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