Christian Wulff:
„Es tut mir leid“

Politischer Paukenschlag kurz vor Weihnachten im Schloss Bellevue. Christian Wulff entlässt seinen Sprecher Olaf Glaeseker und tritt kurz darauf selbst vor die Presse um die entstandenen Irritationen um die Kreditaffäre sein Eigenheim in Großburgwedel und Reisen zu befreundeten Unternehmern betreffend aufzuklären.

Viele Journalisten erwarteten den Rücktritt von Bundespräsident Wulff, doch der kam nicht. Stattdessen trat Christian Wulff blass vor die Presse und erklärte: „Mir ist klar geworden, wie irritierend die private Finanzierung unseres Einfamilienhauses in der Öffentlichkeit gewirkt hat. Das hätte ich vermeiden können und müssen. Ich hätte auch den Privatkredit dem niedersächsischen Landtag damalig offenlegen sollen. Das war nicht gradlinig, und das tut mir leid. Ich sehe ein, nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig.“

Wulff wirkte gestresst, immer wieder kontrollierte er fahrig seine Zettel und hielt sich am Rednerpult fest. Dann die offizielle Entschuldigung beim deutschen Volk und die Bitte: „Ich weiß um meine Verantwortung als Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde das Amt auch in Zukunft gewissenhaft und mit ganzer Kraft ausfüllen. Denn wir stehen vor großen Aufgaben in unserem Land, in Europa und in der Welt. Und ich will und werde meinen Beitrag dazu leisten, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Dafür bitte ich die Bürgerinnen und Bürger auch zukünftig um ihr Vertrauen.“

Der 52-Jährige wünschte alle Deutschen ein gesegnetes Weihnachtsfest, dann verließ er um 15:37 Uhr die Pressekonferenz genau so schnell wie er gekommen war. Die Zeit wird zeigen ob Wulff als Bundespräsident dem Druck der Öffentlichkeit und seiner politischen Gegner standhalten kann.

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Foto(s): © SuccoMedia

von TIKonline.de

Comments

  1. ach wie niedlich. es tut ihm leid?! mir tun auch die ganzen menschen leid, die keine reichen freunde haben.

  2. Peinlich, peinlich! Der macht ja alles nur noch schlimmer!

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