Promis über Jenny Elvers-Elbertzhagen:
War der Druck zu groß?

Die Schlagzeilen um Jenny Elvers-Elbertzhagen, die sich kürzlich wegen Alkoholproblemen in eine Entzugsklinik begeben hat, sorgen bei vielen Showbizz-Kollegen für Nachdenklichkeit. TIKonline.de hat sichdazu umgehört.

Gerit Kling hat Jenny noch kurz vor der öffentlichen Beichte getroffen, muss jedoch zugeben, dass ihr an ihrer Kollegin nichts aufgefallen ist. „Sie war ein bisschen blass. Aber so richtig was angemerkt hab ich an ihr nicht“, so die Schauspielerin gegenüber TIKonline.de. Weiterhin erklärt sie betroffen: „Sie hat einen wunderbaren Sohn, sie hat einen tollen Mann, sie ist eine lustige Person, sie hat das Herz am rechten Fleck. Also ich kann mir gar nicht erklären, warum sie da reingerutscht ist.“

Für Kai Pflaume ist der Druck, der mit dem Leben im Rampenlicht verbunden ist, Schuld an dem Problem der 40-Jährigen: „Damit kann der ein oder andere vielleicht nicht so gut umgehen. Und dann sucht man ein Ventil“, erklärt er. Besonders tragisch sei für ihn in diesem Fall, dass eine Familie und ein Kind betroffen seien. Deshalb drücke er ihr ganz fest die Daumen: „Sie braucht professionelle Hilfe und sie braucht sicher ein gutes und stabiles privates Umfeld.“

Ganz ähnlich sieht das auch Maxi Arlandt:

„Ich kann es irgendwie nachvollziehen, dass es einen großen Druck gibt, familiär oder beruflich.“ Dass einige deswegen in den Alkohol abdriften, mache ihn sehr traurig. „Ich habe sehr großes Mitleid mit solchen Menschen“, sagt er.

Auch Bülent Sharif kann nur bestätigen, dass das Show-Geschäft ein hartes Brot ist und dass man mit einem ständigen Auf und Ab zu kämpfen hat. Mit beidem müsse man umgehen können, so der Schauspieler. Sich in den Entzug einweisen zu lassen hält Sharif in so einer Situation für den einzig richtigen Weg: „Ich glaube Entzug ist nie falsch. Wenn man süchtig ist nach irgendetwas, sollte man immer eine Entziehung machen. Man braucht immer standfeste Menschen um sich herum, die einen unterstützen und wirklich wieder auf den Boden der Tatsachen runter holen.“

Dass sich Elvers-Elbertzhagen derzeit auch einiger Hehme ausgesetzt sieht, findet Angelika Mann indes nicht nachvollziehbar. Die Sängerin erklärt: „Erstmal glaube ich, dass es eine Krankheit ist. Und deshalb finde ich diesen Shitstorm, der da momentan passiert, furchtbar. Es ist eine Krankheit, das muss man als Krankheit sehen, annehmen und sich dann behandeln lassen.“

Das Problem sei auch beileibe nicht auf das Showbusiness beschränkt: „Gucken sie doch mal bei Ärzten oder so. Das ist nicht nur im Showgeschäft.“ Zudem sei sie das beste Beispiel dafür, dass nicht jeder Künstler dem Alkohol verfallen sei. „Es gibt genug Leute im Showgeschäft, die nicht saufen. Ich zum Beispiel … Ich trinke schon gerne Abends meinen Sekt. Aber wenn ich keine Lust habe, trinke ich auch keinen. Ich würde auch am Tag nie Alkohol trinken. Aber heute Abend hau ich rein.“

Für Annemarie Eilfeld liegt das Problem ganz klar auf der Hand: „Man hat halt die Chance auf Parties zu gehen, wo der Alkohol kostenlos ausgeschenkt wird. Das ist schon der erste Faktor, der erste Risikofaktor“, ist sie sich sicher. Hinzu komme, dass sich viele vor Auftritten auf dem roten Teppich ein wenig Mut antrinken müssten. „Manche machen sich da echt fertig. Vielleicht braucht man dann das ein oder andere Schlückchen um auf die Strasse zu gehen“, mutmaßt die 22-Jährige.

Das sei auch Jenny Elvers-Elbertzhagen zum Verhängnis geworden, glaubt sie: „So war es wahrscheinlich bei ihr. Es war einfach immer was da. Wo man hin kommt – ob es eine Premiere ist, ob das eine Verleihung ist, ob das irgendwas anderes ist. Es gibt immer Prosecco, es gibt immer Sekt. Manchmal gibt es sogar nichts anderes.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

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