Stefan Raab:
Bekommt er sein Kanzlerduell?

Stefan Raab steht der Möglichkeit, das Kanzlerduell zu moderieren, offen gegenüber. Nachdem Edmund Stoiber, Vorsitzender des Beirats der Sendergruppe ProSiebenSat1, kürzlich vorschlug, der Moderator solle Teil der Interviewer werden, die Angela Merkel und Peer Steinbrück beim traditionellen TV-Duell vor der Bundestagswahl befragen, äußerte sich der SPD-Politiker wenig begeistert.

Politik sei seiner Ansicht nach nämlich keine Unterhaltungssendung und ein ernstes Geschäft. Nun erklärt Raab, dass er sich durchaus vorstellen könnte, beim Duell Fragen zu stellen. „Als die Vorabmeldung vom ‚Spiegel‘ kam, habe ich erst mal mit Peter Limbourg telefoniert, der das für eine gute Idee hält und mir seine Unterstützung angeboten hat“, so Raab gegenüber „DWDL.de“.

„Ich bin an politischen Themen interessiert und mache deswegen ja auch nicht erst seit gestern politische Sendungen. Außerdem nehme ich gerne neue Herausforderungen an.“

Auch die Vorstandsvorsitzenden von ProSiebenSat.1, Thomas Ebeling, und ProSieben-Chef Jürgen Hörner seien von der Idee angetan. Außerdem ist Raab der Meinung, das Duell sollte nicht wie in den letzten Jahren bei Sat.1, sondern bei ProSieben gezeigt werden.

„Wenn man junge Leute erreichen will, muss man auch dahin gehen, wo sie sind. Es nützt ja nichts, wenn man seinen alten Routinen treu bleibt. Wenn man nur Wähler über 65 haben will, muss man eben in den Talkshows von ARD und ZDF bleiben“, erklärt Raab, der bei ProSieben mit „Absolute Mehrheit“ eine eigene Talkrunde moderiert. „Wir erfinden diese Fakten ja nicht. Wir erreichen mehr junge Zuschauer als alle anderen Talkshows zusammen.“

Steinbrück zeigt sich derweil versöhnlich und verkündet heute in der „Bild-Zeitung“: „Wenn Angela Merkel … auch mit Stefan Raab einverstanden ist, wird es so geschehen.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

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