Tom Schilling:
‚Oh Boy‘ darf nicht zu den Oscars

Tom Schilling (Foto: HauptBruch GbR)

Tom Schilling und Regisseur Jan-Ole Gerster können nicht auf einen Oscar für ihren Film „Oh Boy“ hoffen. Am Dienstag, 27. August gab eine Jury bekannt, dass sich nicht die preisgekrönte Tragikomödie, sondern Georg Mass‘ Werk „Zwei Leben“ mit Hauptdarstellerin Juliane Köhler als deutscher Beitrag um eine Nominierung für den Auslands-Oscar bewerben darf.

Oh Boy“ und „Zwei Leben“ traten zuvor in einer Auswahl von neun Filmen gegeneinander an, um ins Rennen um den Academy Award in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film zu gehen. Auch dabei war unter anderen „Heute bin ich blond“ von Marc Rothermund.

In der Begründung des Komitees heißt es: „Der Film ‚Zwei Leben‘ überzeugt durch die Betrachtung eines weitgehend unbekannten Strangs der deutschen Geschichte: der norwegischen Lebensborn-Kinder. Das Erbe des Dritten Reichs verzahnt sich auf schuldige Weise mit den Machenschaften des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Beeindruckend sind das intensive Zusammenspiel von Juliane Köhler mit Liv Ullmann und die ausdrucksstarke Kinematographie“, so die Jury.

Regisseur Maas bekundet in einer Mitteilung derweil: „Wir haben lange für diesen Film gearbeitet und freuen uns immens, dass ‚Zwei Leben‘ als deutscher Beitrag ins Rennen um den Oscar geht.“

Am 19. September feiert der Streifen seinen Kinostart in Deutschland. Ob es am Ende tatsächlich für eine Oscar-Nominierung reicht, stellt sich am 16. Januar 2014 heraus, wenn die Academy die Nominierten für die Oscar-Verleihung bekanntgibt.

Der letzte deutsche Film, der den prestigeträchtigen Preis mit nach Hause nehmen durfte, war „Das Leben der Anderen“ im Jahr 2007.

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von Hirsch Heinrich

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