Hannelore Elsner:
Ist kein Opfer

Hannelore Elsner erklärt, kein Problem damit zu haben, auch mal alleine zu sein.

Die Schauspielerin, die diese Tage ihre Autobiografie namens ‚Im Überschwang‘ veröffentlichte, gesteht im Gespräch mit ‚Süddeutsche.de‘, dass sie fürchtet, in ihrem Buch falsch verstanden zu werden.

„Wenn ich etwa erzähle, dass mein Bruder und mein Vater so früh gestorben sind, meine Mutter auch, dass mein Sohn drei Monate zu früh geboren wurde und ich um sein Leben fürchtete, habe ich gleich die Schere im Kopf, es könnte heißen: die Arme!“ Obwohl auch das Alleinsein in ihrem Buch eine Rolle spiele, sei die Aktrice jedoch trotz allem „kein Opfer, nur weil ich mich lange Phasen meines Lebens allein gefühlt habe“, stellt sie klar.

Dabei habe die 68-Jährige durchaus keine Probleme damit, allein zu sein, räumt sie ein und hat mit den modernen Methoden, diesem Zustand aus dem Weg zu gehen, so ihre Probleme. „Facebook ist seltsam. Aber es gab immer, in jeder Generation, Menschen, die nicht allein sein können. Ich kann es halt.“

Dabei hat die Charakterdarstellerin schon früh lernen müssen, mit dem Verlust umzugehen. Ihr Bruder, der mit knapp fünf Jahren bei einem Tieffliegerangriff ums Leben kam, habe bei ihr „ein unglaubliches Verlassensein in meinem Herzen“ ausgelöst, gesteht sie und fügt über das Erlebnis, das sie selbst mit knapp drei Jahren verarbeiten musste hinzu: „Meine Erinnerungen sind verblasst, aber die Gefühle sind da.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

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