Thomas Gottschalk:
War immer er selbst

Thomas Gottschalk, der noch in diesem Jahr zum letzten Mal die Samstagabend-Show „Wetten, dass…?“ moderieren wird, hat sich auf der Bühne immer natürlich gegeben.

„Ich muss mir keine Pseudofröhlichkeit zurechtlegen oder zurechtlegen lassen, sondern bin vor der Kamera weitgehend so, wie Gott mich geschaffen hat“, erklärt er im Gespräch mit dem „Spiegel“. Für den gläubigen 61-Jährigen sei das ein großes Geschenk, fügt er hinzu.

Sein Glaube war es auch, der dem Entertainer half, den Unfall seines Wettkandidaten Samuel Koch zu verarbeiten, der in seiner Sendung so schwer verletzt wurde, dass er seitdem querschnittsgelähmt ist.

„Natürlich stelle ich mir viele Fragen, nachdem ich gesehen habe, wie ein Mensch aus nichtigstem Anlass – um eine Wette zu gewinnen! – aus der Bahn seines Lebens geworfen worden ist“, gibt er zu verstehen. „Schon am Tag nach dem Unfall habe ich in der Frühe mit der Familie im Hotelzimmer ein Vaterunser gebetet. Das hat uns eine gemeinsame Ebene gegeben, ihnen in ihrer Verzweiflung, mir in meiner Ratlosigkeit.“

Der Showmaster ist sich indes mit steigendem Alter auch seiner Sterblichkeit bewusst geworden, gesteht er. Obwohl er einen „coolen Greis“ sehe, wenn er in die Zukunft schaue, werde ihm immer deutlicher, dass das Ganze hier ein Ende finden wird. Bis dahin, so plant er, wolle er einfach ein gutes Leben führen.

„Es ist nicht so, dass ich mit dem Weihrauchfass ums Haus ziehe und meine Mitarbeiter missioniere. Ich versuche einfach kein Arschloch zu sein.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

Comments

  1. so schlecht könnte man das auch garnicht spielen

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