Ottfried Fischer:
Gibt ‚Ottis Schlachthof‘ auf

Ottfried Fischer macht mit „Ottis Schlachthof“ Schluss. Der Kabarettist wird nach 17 Jahren die Sendung des Bayerischen Fernsehens aufgeben, da es ihm mit seiner Parkinson-Erkrankung nicht möglich sei, noch schlagfertig genug zu sein.

Dies schreibt der 58-Jährige in einer persönlichen Erklärung. „Bis zuletzt habe ich versucht den Kollegen Parkinson zu ignorieren. Beim Film und auf der Bühne kann man dieser Krankheit trickreicher begegnen, weniger da, wo’s die Schlagfertigkeit braucht. Bald mehrten sich die Stimmen, die keinem ‚kranken Mann‘ mehr zusehen wollten, aber auch viele gegenteilige Stimmen wurden laut und die hauptsächliche Meinung war: ‚Otti, bleib uns erhalten!‘ Irgendwann muss allerdings eine Entscheidung getroffen werden. Es geht nicht an, dass unser Erfolgsgeheimnis seit Jahren lautet: ‚Bevor einer langweilt ist er schon fertig‘ und wir halten uns selber nicht dran.“

Mehr als 170 Sendungen präsentierte Fischer, nach drei weiteren Folgen am 28. September, 26. Oktober und 23. November ist aber endgültig Schluss. Annette Siebenbürger, die Unterhaltungschefin des Bayerischen Rundfunks, betont allerdings, dass das Ende von „Ottis Schlachthof“ nicht das Ende der Zusammenarbeit mit Fischer bedeutet.

„Ich bewundere ihn dafür, wie offen und ehrlich er mit seiner Krankheit umgeht und bedanke mich bei ihm mit großer Hochachtung für seine herausragende und außerordentliche Leistung. Der Bayerische Rundfunk wird Ottfried Fischer weiterhin eng verbunden bleiben.“

Fischer will zukünftig zwar einen Gang zurückschalten, aber weiterhin Bühnenprogramme spielen, Bücher schreiben, Filme produzieren und neue Projekte fürs Fernsehen entwickeln. So erklärt er abschließend: „Keine Angst, Sie entkommen mir nicht. Wir sehen uns – Mehr sog i ned.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

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