Ingo Appelt:
Spaß am Polarisieren

Ingo Appelt (Foto: HauptBruch GbR)

Ingo Appelt hat es sich zum Ziel gemacht, Grenzen auszutesten. Der Komiker weiß zwar genau, dass er wegen seines Humors entweder geliebt oder gehasst wird, findet dies allerdings auch richtig.

„Es ist mir wichtig zu polarisieren. Deshalb mag ich es bis zum heutigen Tag, an Grenzen zu gehen und zu sehen, was geht – und was eben nicht“, erklärt er im Interview mit der „Frankfurter Rundschau“.

Dabei ist er sich seines Rufs – vor allem bei Frauen – durchaus bewusst und genießt diesen auch, wie er weiter verrät. „Wenn ich auf die Bühne gehe und sage: Meine Damen, Sie sehen heute Abend wieder alle fantastisch aus, dann gucken die sich an, gucken mich an und fragen sich: Wie meint der Drecksack das schon wieder? Ich habe einen zweifelhaften Ruf, den ich eigentlich ganz schön finde.“

Klar ist Appelt dabei aber auch, dass die weiblichen Zuschauer wichtig sind, um auch Männer ins Publikum seiner Shows zu locken. „Männer sind nur über Pornografie, vielleicht noch über Fußball und über Gewalt zu erreichen. Aber Comedy ist so ein Paarding, da gehen immer Männchen und Weibchen hin“, weiß der 46-Jährige.

„Und Männer haben überhaupt nichts zu melden, wenn es darum geht, wo es abends hingeht. Der Mann sagt vielleicht: ‚Lass uns doch zu Ingo Appelt gehen‘. Dann sagt die Frau: ‚Was für ein Ferkel, da gehen wir nicht hin, wir gehen zu Dieter Nuhr‘. Viele meiner Kollegen haben sich in eine Weichei-Ecke verdrückt.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von Hirsch Heinrich

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