Eminem:
Fühlte sich wie ein kleines Kind


Eminem gibt zu, dass er sich das Rappen erst wieder beibringen musste, nachdem er seine Medikamentenabhängigkeit überwunden hatte.

Der Rapper, der sich nach einer Überdosis im Dezember 2007 gegen seine Sucht behandeln ließ, fühlte sich wie „neugeboren“ nachdem er seinen Drogenmissbrauch überwunden hatte.

„Als ich clean und nüchtern wurde, fühlte ich mich wie ein kleines Kind. Ich will nicht abgedroschen klingen, aber ich fühlte mich wie neugeboren. Ich musste das Song schreiben erst wieder lernen. Und ich lernte wieder zu rappen. Ich wusste nicht, ob meine MC-Skills noch intakt waren“, erzählt Marshall Mathers, wie Eminem bürgerlich heißt.

„Ich musste wirklich lernen, wie ich meine Songtexte rüberbringen sollte – also wie ich sie aussprechen soll, wie sie fließend werden, was ich mit Nachdruck rappen muss, damit es klingt, wie ich es meine. Rappen ist nicht wie Fahrradfahren. Es war genauso körperlich wie geistig. Ich musste grundlegende motorische Fähigkeiten wieder erlernen. Ich konnte mein Händeschütteln nicht mehr kontrollieren. Ich ging in meine Aufnahmekabine und versuchte zu rappen, aber nichts davon war clever und ich drückte mich nicht richtig aus.“

Der 37-Jährige erklärt auch, dass der Drogenkonsum seine Kreativität beeinträchtigte. „Ich war faul, in jeglicher Hinsicht. Ich war high und sagte mir: Scheiß aufs Reime schreiben! Ich will mich hinsetzen, fernsehen, Nachos essen – und noch mehr fernsehen“, beschreibt er seine damalige Lethargie.

Eminems Mutter Debbie Nelson will unterdessen ein Buch über ihre turbulente Beziehung zu dem Rapper veröffentlichen. Laut Nelson soll das Buch die Wahrheit über die Kindheit des Rappers enthüllen – und seine negative Sichtweise der Ereignisse revidieren.

„Ich war nicht glücklich, dass er für sich ein völlig neues Leben erfand – welche Mutter will schon als Pillen schluckende Alkoholikerin, die von Sozialhilfe lebt, bekannt werden?“, schreibt Eminems Mutter.

„Ich war todunglücklich, um ehrlich zu sein. Die Lügen haben sich überschlagen – und nicht nur von Marshall. Ich glaube, er hat unsere guten Zeiten vergessen. Dieses Buch soll die Missverständnisse aus dem Weg räumen.“

‚My Son Marshall, My Son Eminem‘ soll ab November im Handel erhältlich sein.

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Foto(s): © Anthony Mandler

von TIKonline.de

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