Reinhard Mey:
Vom Schicksal eines Koma-Patienten berührt


Reinhard Mey nutzt die Möglichkeiten, die er als Sänger hat, um einen deutschen Koma-Patienten aus einem Krankenhaus in Thailand zurückzuholen.

Fast ein Jahr lang hatte Matthias K. in einer thailändischen Klinik im Koma gelegen – erst jetzt wurde es durch die Unterstützung des Sängers, der die kompletten Einnahmen eines seiner Konzerte spendet, möglich, den 39-Jährigen nach Deutschland zurückzuholen.

Dem Sänger liegt das Schicksal des Patienten besonders am Herzen, da auch sein eigener Sohn Maximilian (28) im Wachkoma liegt. Der ‚Bild‘ erklärt er, wie es zu der Unterstützung für K. kam: „Alle Einnahmen aus meinem Konzert in Bamberg am 1. November sollen dazu verwendet werden. Da Herr K. sofort die Hilfe braucht, werde ich die Summe sofort zur Verfügung stellen.“

Somit überwies der Sänger, der aufgrund des Schicksals seines Sohnes auf jegliche Promotion seines aktuellen Albums ‚Mairegen‘ verzichtete, 15.000 Euro Krankenhaus-Kosten. Private Spender steuerten die gleiche Summe bei und die Münchner Europ Assistance ermöglichte noch morgens um fünf Uhr eine Blitzüberweisung, nachdem das Auswärtige Amt am Freitag, 17. September, zugesagt hatte, die Flugkosten in Höhe von 25.000 Euro zu übernehmen.

Weil die Flight Ambulance International (FAI) am Wochenende einen Patienten nach Melbourne, Australien, überführt hatte, war es dem Team möglich, K. am Sonntag, 19. September, auf dem Rückweg mitzunehmen, nachdem das Finanzielle im Blitzverfahren erledigt worden war.

Eine Betreuerin des Patienten erklärt, warum K. nicht früher nach Deutschland hatte zurückkehren können: „Aufgrund eines Missverständnisses zwischen Botschaft und Klinik war die Anzahlung für die Behandlungskosten aber nicht eingegangen, weshalb sich die Ärzte weigerten, Herrn K. zu übergeben!“

Dank der Hilfe des Sängers befinde sich der Patient nun in einer Klinik in Nürnberg, wo er weiter behandelt wird. Den Flug habe er gut überstanden, wie Flug-Arzt Dr. Reiner Wagner (67) versichert: „Herz und Kreislauf haben sich während des Flugs verbessert, er schlug die Augen auf und reagierte auf Berührung.“

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Foto(s): © A. Akthar / EMI Music Germany

von TIKonline.de

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