Gotthard:
Sind ratlos


Die Schweizer Band Gotthard, die im Oktober ihren Sänger verloren hat, weiß noch nicht, wie die Zukunft für sie aussieht.

Steve Lee kam im Oktober bei einem tragischen Unfall in Amerika ums Leben und seine Bandkollegen Mark Lynn, Hena Habeger, Leo Leoni und Freddy Scherer verarbeiten den Schock um den Verlust ihres Frontmannes nur langsam. Die Karriere aufzugeben, „wäre schade“, gibt Habeger zu. „Aber das Schicksal hat uns unseren Sänger genommen. Das ist Tatsache. Es ist nicht so, dass er im Krach von uns gegangen ist“, betont er.

Weiter betont er aber im Gespräch mit ‚Blick‘, dass das Bandkollektiv ihnen allen Halt in dieser schwierigen Zeit gebe. „Wir haben unsere ganze Karriere gemeinsam erlebt. Jetzt fehlt einer. Die Band ist nicht mehr dieselbe. Es ist, wie wenn die Ehefrau stirbt. Da kann mich sich auch nicht gleich in jemand Neuen verlieben“, fügt Marc Lynn hinzu und gesteht: „Wir kommen zwar ausgezeichnet miteinander aus, können zwischendurch auch wieder zusammen lachen. Aber wir sind ratlos, wie es weitergehen soll.“ Die Chancen, dass die Band weitermacht, stünden derweil 50:50, sagt er weiter und betont, „keine halbe Sachen“ machen zu wollen.

Außerdem betont die Band, das es Jahre dauern könnte, bis sie sich an Arbeitsweise und Rhythmus eines neuen Sängers gewöhnt habe. „Einen Ersatz für Steve gibt es ohnehin keinen, weder stimmlich noch als Mensch“, fügt Leo Leoni hinzu.

Vor kurzem hatte der 82-jährige Vater des verstorbenen Musikers erklärt, Gotthard solle weitermachen, um das Werk seines Sohnes noch möglich lange zu erhalten. Diese Aussage kam kurz nachdem die Band am 26. Oktober ein Best Of-Album zu Ehren des Verstorbenen veröffentlicht hatte.

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von TIKonline.de

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