Deutscher Hörfilmpreis 2011:
Prominente mit Sehschwächen!


In Berlin wurde zum 9. Mal der Deutsche Hörfilmpreis verliehen. Dabei wurden Filmproduktionen ausgezeichnet, die besonders gut für Blinde und Sehbehinderte aufbereitet wurden.

Über die Auszeichnung freute sich unter anderem Schauspieler Uwe Ochsenknecht, der in dem geehrten Kinderfilm „Lippels Traum“ mitspielte. Ochsenknecht bedankte sich mit einer musikalischen Einlage mit seiner Band.

Filme mit einer sogenannten Audiodeskription für sehbehinderte Menschen, vergleichbar mit akustischen Untertiteln, sind immens wichtig, da waren sich die Gäste des Abends einig. Denn für Blinde oder schlecht sehende Menschen bedeutet ein Hörfilm die Möglichkeit, an der wunderbaren Welt des Kinos und der Filme teilzuhaben. Prominente wie Bettina Zimmermann, Bruno Eyron, Mareile Höppner oder Jochen Schropp gaben im Interview mit TIKonline.de zu, selbst kleine Sehschwächen zu haben.

Bettina Zimmermann verriet: „Ich habe 5,25 Dioptrin und jeden Morgen, wenn ich jetzt nicht in meiner eigenen Wohnung bin, im Hotelzimmer oder so, beginnt das fleißige Suchen. Ich bin jemand, der dann gern selber auf seine Brille tritt oder sowas. Also es beschränkt mich schon morgens und dann, das sind dann so … oder wenn es schnell gehen muss, wenn irgendwie auf einmal jemand an der Hoteltür klopft oder so und man schrickt hoch und weiß überhaupt nicht im ersten Moment wo man ist und findet seine Brille nicht gleich. Das sind so Momente, die immer ein bisschen unangenehm sind.“

Auch Schauspieler Bruno Eyron kennt die Situation, nicht richtig sehen zu können: „Ja, die gibt es jeden Tag, ich trage Kontaktlinsen. Ich kann ganz häufig nicht richtig gucken, sehe vieles verschwommen. Wenn ich meine Kontaktlinsen nicht trage, sehe ich alles nur verschwommen. Ich bin kurzsichtig und jetzt kommt mittlerweile im Alter auch noch eine kleine Weitsichtigkeit dazu, da wird es ganz dramatisch. Da braucht man mittlerweile ja Brillen mit Fern- und Nahsichtschliff. Da bin ich schon angekommen, ja. Das bleibt ja nicht aus, trifft ja jeden irgendwann.“

Moderator Jochen Schropp konnte dagegen von seiner Sehschwäche geheilt werden: „Zum einen habe ich selber jahrelang Brille getragen und dann eben auch Kontaktlinsen. Also insofern weiß ich wie es ist, wenn man weniger Sehkraft hat. Ich bin dann gelasert worden, also ich sehe jetzt. Und da war das dann aber auch erstmal so, gerade die ersten Tage, dass man nicht wirklich gut sieht. Dass man im Internet vorher gelesen hat von dem Wow-Effekt, man wacht auf und man sieht wieder richtig. Und das war eben nicht der Fall. Das war schon sehr beängstigend und auch ein bisschen ungewohnt.“

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Jochen Schropp ist glücklich über sein Augenlicht



So lernt
Mareile Höppners Sohn sehen…



Bettina Zimmermann sucht ihre Kontaktlinsen



Bruno Eyron kann oft schlecht sehen



Carolina Vera: So war es einen Abend blind zu sein

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

Comments

  1. früher war bei solchen Events auch mal echte Prominenz bei

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