Samuel Koch:
Erster öffentlicher Auftritt bei Filmpremiere


Thomas Gottschalk war der erste Gast bei der Filmpremiere von „4 Tage im Mai“. Der Moderator posierte für die Fotografen und verschwand dann. Er traf sich privat mit Samuel Koch.

Der gelähmte „Wetten, dass..?“-Kandidat fuhr dann – von Fotografen begleitet – in seinem Rollstuhl zum roten Teppich. Es war der erste öffentliche Auftritt nach seinem schweren Unfall in der ZDF-Show im Dezember letzten Jahres. Seitdem hat ganz Deutschland mit Samuel gehofft und mit ihm gebangt.

Samuel Koch verrät den Journalisten, wie das Treffen mit Thomas Gottschalk war: „Also zu Beginn sagte er ‚Hallo’ und dann hat das Gespräch seinen Lauf genommen. Ich habe es jetzt nicht mehr so konkret im Kopf.“

Auf die Frage wie es ihm geht antwortet Samuel: „Wie immer sage ich, dass es mir schon besser geht. Aber ich freue mich jetzt auf den Film. Für mich steht jetzt auch gerade der Film im Mittelpunkt und ich weniger.“

Erst am Mittwoch feierte er seinen 24. Geburtstag. Für ihn wurde eine Überraschungsfeier gegeben. „Ja es war ganz nett. Es waren überraschend viele Leute da. Wir hatten es ganz lustig.“ erzählt Samuel.

Im Kino posiert Samuel Koch, der für den Film „4 Tage im Mai“ Regieassistent war und eigentlich nur eine kleine Nebenrolle spielt, noch einmal für die Fotografen. Der Streifen spielt am Ende des Zweiten Weltkriegs in einem Kinderheim an der Ostsee, das von einem russischen Spähtrupp besetzt wird. Die Russen arrangieren sich schnell mit der Heimleiterin und den Bewohnern des Heims. Nur der 13-Jährige Peter glaubt noch immer an den Endsieg und versucht die kriegsmüde Wehrmachtseinheit, die am Strand lagert, gegen die Besetzter aufzuhetzen. Doch als die russische Hauptstreitmacht das Heim erreicht, kommt alles anders.

Samuels Vater Christoph Koch ist etwas geschafft von dem großen Rummel um seinen Sohn. Aber es war auch Samuels Wunsch, in Berlin dabei zu sein. Im persönlichen Interview erzählt der Vater: „Ob es ein großer Tag ist weiß ich nicht, aber ein besonderer Tag. Wir haben vor vier Wochen oder noch länger die ersten Planung, wie kann das überhaupt gehen, kriegen wir das hin, lange daran vorbereitet. Um ein Fahrzeug da zu haben, mit dem er dann mitfahren kann, wie das mit dem Flieger geht und der Pflege. Jetzt wollten wir hier einen gemütlichen schönen Abend mit den vielen, die er hier kennt und guten Kontakt hat, verbringen.“

Die viele Anteilnahme, die es von Menschen aus ganz Deutschland gibt, ist überwältigend, manchmal aber auch ein wenig zu viel für die Familie. Christoph Koch erklärt: „Also ich muss ehrlich antworten. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Es freut uns, dass so viele echte Anteilnahme da ist […] Die Anteilnahme ist schön, und da sind wir auch dankbar für, weil wir es erfahren, die echte. Würde es ohne gehen, wäre es auch gut.“

Was diese vom Schicksal getroffenen Familie derzeit viel Kraft gibt? Christoph Koch: „Da staune ich am meisten über meinen Sohn, wie viel Durchhaltewille und Power er hat. Er hat ja 17 Jahren Leistungsturnen gemacht. Das hilft ihm scheinbar schon in dieser Situation. Wir sind eingebunden, das ist ja auch kein Geheimnis mehr inzwischen, in einer Kirche, in einer Gemeinde und erfahren da auch viel Unterstützung ganz nahe, nicht so wie die Öffentlichkeit. Plötzlich steht Mittagessen für die Familie auf dem Tisch zum Beispiel.“

Über Samuels Gesundheitszustand verrät der Vater: „Also, wenn man ihn jeden Tag sieht, sieht man keinen Fortschritt, sondern man sieht ihn höchstens, wenn man ihn längerfristig sieht. Es geht auch nicht nur bergauf. Ich sage mal, die Trendlinie geht bergauf, aber wir haben auch Zeiten, wo es wieder bergab geht und Rückschritte und wieder mehr Schmerzen und dann wird es wieder besser. Ich hoffe ein Ab und Auf und am Schluss bleibt das Auf.“

Für die Zukunft wünscht er sich: „Zufrieden sein, aber nicht zufrieden geben wie es jetzt ist.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

Comments

  1. Bei soviel Willenskraft drücke ich die Daumen, dass Samuel ganz, ganz viele Fortschritte macht und es ihm immer, immer besser geht!

  2. der Vater macht aber einen recht genervten Eindruck

  3. ganz viel kraft für diesen jungen mann…

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