Michael Jackson:
Choreograf bleibt bei seinem Kinderschänder-Vorwurf

Wade Robson beharrt in einem Fernseh-Interview darauf, von Michael Jackson sexuell missbraucht worden zu sein. Nachdem er kürzlich wegen Kindesmissbrauchs Schadensersatz vom Nachlass des verstorbenen Popsängers forderte, hat der Choreograf seine Vorwürfe gegen Jackson nun vor laufenden Kameras wiederholt.

So beteuert er weiterhin, als Kind von dem Star missbraucht worden zu sein. Zu Gast in der amerikanischen „Today“-Show erklärte Robson: „Er hat sexuelle Handlungen an mir vollzogen und ich an ihm. Es war totale Manipulation und Gehirnwäsche. Er hat Rollenspiele gemacht und mich für diese Szenarien dressiert.“

Laut Robson sei Jackson ein problembeladener Mensch gewesen, von dem die Welt nur ein unvollständiges Bild gehabt hätte. „Ja, Michael Jackson war ein unglaublich talentierter Künstler mit einer unglaublichen Gabe. Er war viele Dinge“, so der professionelle Tänzer. „Und er war auch ein Pädophiler und Kinderschänder.“

Den Vorwurf, er sei nur auf Geld aus, weist der Familienvater, der Jackson 2005 zu seinem Freispruch im Kindesmissbrauchs-Prozess half, indes von sich. „Der Gedanke, dass ich meine Frau, meinen Sohn, meine gesamte Familie nur für Geld dieser extrem stress- und schmerzvollen Erfahrung aussetze, ist unfassbar. Ich habe 22 Jahre lang geschwiegen und die Augen davor verschlossen. Um völlig heilen zu können, muss ich die Wahrheit – die ganze Wahrheit – ans Licht bringen.“

Jacksons Angehörigen dementieren derweil die Anschuldigungen und beteuern, dass diese falsch und lediglich ein Haschen nach Aufmerksamkeit seien. Debbie Rowe – Jacksons Ex-Frau und die Mutter seiner Kinder Prince Michael (16) und Paris (15) – sagt dazu im Interview mit „TMZ.com“: „Die ganze Sache wird schnell in Vergessenheit geraten und Michaels außergewöhnlichem Vermächtnis nichts, aber auch gar nichts anhaben können.“

Jacksons Neffe Taj – Sohn von Tito Jackson (59) – beteuert ebenfalls die Unschuld des „King of Pop“. Wie er auf Twitter enthüllt, habe ihm dieser Trost geschenkt, als er selbst von einem Verwandten missbraucht wurde. „Ich werde nicht dabei zusehen, wie jemand Lügen über meinen Onkel verbreitet“, schreibt Taj empört. „Ich wurde sexuell missbraucht. Von einem Onkel mütterlicherseits, als ich noch ein Kind war. [Michael] unterstützte mich und meine Mutter damals.“

Das Andenken seines berühmten Onkels solle nun nicht von Robson beschmutzt werden, so Taj weiter. Er versichert: „Da Michael nicht mehr hier ist, um sich selbst zu verteidigen, werde ich es tun.“

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von TIKonline.de

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