Armin Mueller-Stahl:
Friedensappell bei Vernissage in Brandenburg

Armin Mueller-Stahl (Foto: skb)

Ein ganz Großer beehrte Brandenburg an der Havel am Wochenende. Armin Mueller-Stahl eröffnete seine Ausstellung „Menschenbilder“ in der Kunsthalle Brennabor.

Mit der über 100 Gemälden, Mischtechniken, Zeichnungen und Druckgrafiken umfassenden Ausstellung wird den Besuchern ein umfangreicher Einblick in das bildkünstlerische Werk Mueller-Stahls gewährt.

Zur Ausstellungseröffnung kam auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit Ehefrau Elke und hielt eine Laudatio. Steinmeier und Mueller-Stahl sind seit Jahren befreundet. Viel Applaus erntete Mueller-Stahl, als er mit diesen Worten für Frieden in der Welt appellierte: „Das schlimmste was in der Welt passieren kann, wäre ein Krieg. Das wollen wir alle nicht!“

Über die Malerei sagte der 84-jährige Schauspieler: „In der Schauspielerei sind sie gefesselt. Sie sind von allen möglichen Dingen abhängig … Beim Malen sind sie frei. Da guckt ihnen keiner über die Schulter und sagt machen sie so, oder machen sie so, oder machen sie so. Es ist der einzige Moment, wo ich wirklich fliege.“

Über die Themen, die Mueller-Stahl auf die Leinwand bringt, verriet er: „Es sind Dinge wie die Ukraine, da gibt es den Gedanken der Flucht. Es gibt ein Thema, was ein ganz wichtiges Thema für mich ist: Abschied. In meinem Alter, wir werden immer weniger. Meine Freude die gehen sind nicht mehr da. Also das findet immer wieder den Platz auf der Leinwand. Ich beschäftige mich mit Leuten, die ich gemocht habe, die es dann nicht mehr gibt.“

Steinmeier sagte über Mueller-Stahl: „Wir kennen uns lange. Ich bin einer seiner Bewunderer. Nicht nur seines filmischen Schaffens, auch seiner Malerei. Und deshalb bin ich wirklich ganz stolz, dass ich heute ein Teil seines künstlerischen Schaffens hier in Brandenburg vorstellen kann.“

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Foto(s): © skb

von Sebastian Bruch

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