Robin Gibb:
Ist sein Ruhm Schuld an Krebs?

Robin Gibb (Foto: Andreas Sterzing/edel)

Der Bee Gees-Sänger, der sich im Kampf gegen seinen Darm- und Leberkrebs innerhalb von 18 Monaten sieben Mal einer Chemotherapie unterziehen musste, gibt zu, dass er sich manchmal fragt, ob seine Krankheit und die Tode seiner Brüder Andy und Maurice ein karmischer Preis sind, den die berühmten Brüder für ihren Erfolg zahlen müssen.
„Ich frage mich schon manchmal, ob all die Tragödien, die meine Familie erlitt, dass zum Beispiel Andy und Maurice so jung sterben mussten und alles, was mir in letzter Zeit passiert ist, eine Art karmischer Preis ist, den wir für all den Ruhm und das Glück bezahlen mussten“, gesteht er im Interview mit der britischen Zeitung ,The Sun‘.

„Aber wir haben für das, was wir erreicht haben, auch hart gearbeitet.“ Durch seine Krankheit habe der 62-Jährige erkannt, wie wertvoll Zeit ist. „Deshalb habe ich vor, das Beste aus jeder einzelnen Sekunde zu machen, die mir noch bleibt“, erklärt er.

Den Tod seines Zwillingsbruders Maurice im Jahr 2003 hat der Musiker aber noch immer nicht überwunden und ist sich sicher, dass dies auch nie möglich sein wird. „Maurice war nur drei Tage im Krankenhaus“, erinnert er sich.

„Ich flog nach Miami, um ihn zu sehen und er lag im Koma. Sie haben Barry und mir gesagt, dass, wenn Maurice innerhalb von zehn Minuten keine Gehirnaktivität zeigen würde, er sterben würde. Zu unserem Schrecken fanden wir heraus, dass er keine zeigte. Und Maurice starb. Wie ich über seinen Tod hinweg kam? Gar nicht. Und das werde ich nie. Ich akzeptiere es einfach nicht. Ich sage mir selbst, dass er einen langen Urlaub macht und dass wir uns schon bald wiedersehen werden.“

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Foto(s): © Andreas Sterzing / edel

von TIKonline.de

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