Mehmet Kurtulus:
Bleibt in Deutschland

Mehmet Kurtulus (Foto: SuccoMedia / Alexandra Pauli)

Der Schauspieler ist zwar sowohl beruflich als auch privat viel im Ausland unterwegs, würde seine Heimat aber nie für immer verlassen.

„Das käme ja gar nicht in Frage“, versichert der 40-Jährige im Interview mit ‚Süddeutsche.de’. „Der schönste Ort auf der Welt ist der, den man wieder verlassen kann. Ist es nicht so? Ich bin in Deutschland aufgewachsen und habe fast mein ganzes Leben hier verbracht. Mein privates und berufliches Umfeld befindet sich hier. Ich liebe die Vielfalt, aber gerade deshalb würde ich mich doch nicht einschränken, indem ich Deutschland ausschließe.“

Am Sonntag, 6. Mai ist Kurtulus in seinem letzten „Tatort“-Fall als Ermittler Cenk Batu zu sehen. Auch wenn die Quoten seiner Fälle im Vergleich zu anderen Kommissaren geringer waren, hätten die Zuschauerzahlen nichts damit zu tun, dass er im kommenden Jahr von Til Schweiger ersetzt wird. „Es entsprach sicher nicht den Sehgewohnheiten des traditionellen ‚Tatort’-Liebhabers. Ich denke an fehlender Spannung hat es nicht gelegen – dafür haben wir aber auch neue, vermutlich junge Tatortzuschauer dazugewonnen“, glaubt er und fügt hinzu, dass die Quoten „überhaupt keine Rolle in dem Zusammenhang“ gespielt hätten.

Vor dem Kultstatus, den der „Tatort“ seit Jahrzehnten genießt hat Kurtulus derweil großen Respekt, wie er zugibt. „Der ‚Tatort’ ist meines Wissens nach weltweit das einzige Format mit dieser Historie. Im Dezember 2010 war ich an der New York University Gast zu genau diesem Thema, dem ‚Phänomen Tatort’. Einer Fernsehreihe, die es über 40 Jahre schafft, sich nicht nur zu halten, sondern auch mit der Zeit zu gehen, gebührt Respekt. Für mich ist der ‚Tatort’ neben Fernsehunterhaltung auch Zeitdokument.“

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Foto(s): © SuccoMedia / Alexandra Pauli

von TIKonline.de

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