Peter Maffay:
Fehldiagnose rettete sein Leben

Peter Maffay krempelte sein Leben nach einer Fehldiagnose komplett um. Im Interview mit dem „ZEITmagazin“ verrät der legendäre Sänger, dass man einst fälschlicherweise Lungenkrebs bei ihm feststellte und er sich daraufhin für einen gesünderen Lebensstil entschied.

So trank er früher jahrelang zwei Flaschen, manchmal auch drei Flaschen Whisky am Tag und rauchte Kette, was sich auch in seiner Arbeit niederschlug. „Jeder Tropfen Alkohol ab einem gewissen Limit führt zu einem schlechteren Ergebnis“, weiß Maffay heute. „Man glaubt nur, es klingt gut, was man spielt. Am nächsten Tag, nüchtern, hört man sich das Zeug an und sagt, um Gottes willen, war ich das?“

Der Wendepunkt kam jedoch erst beim Arzt, der ihm mitteilte, er habe Krebs. „Da dachte ich, okay, das war es dann, das ist jetzt die Quittung für 80 Zigaretten am Tag, kaum Schlaf und viel Alkohol“, gibt der Deutschrocker preis. „Die Labilität, die der Alkohol erzeugt hatte, wurde auf der Bühne sichtbar. Da flogen Gitarren, da wurde Kleinholz gemacht, da ging’s rauf und runter mit der Stimmung.“

Die Krebsdiagnose sei dann seine Rettung gewesen, fährt Maffay fort. „Ich habe dann von einem Tag auf den anderen aufgehört zu trinken und zu rauchen. Wenn die Angst groß genug ist, ist es einfach. Ich hatte einfach Angst um mein Leben.“

Letztendlich stellte sich das Ganze jedoch als Fehldiagnose heraus. „Es war nur ein Virus, der dank Medikamenten innerhalb von 14 Tagen einfach verschwand“, so der 63-Jährige. „Glück gehabt. Da dachte ich mir, das ist deine Chance.“

Seither habe er zwar mal ein Bier getrunken, lässt aber die Finger von Whisky. „Und die Lust auf Zigaretten ist einfach vorbei.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

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