Natascha Kampusch:
Ihr Martyrium kommt nächste Woche ins Kino


Die Geschichte von Natascha Kampusch erlangte weltweit traurige Berühmtheit. Die junge Frau wurde 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg von Wolfgang Priklopil entführt und acht Jahre lang in einem fünf Quadratmeter großen Verließ gefangen gehalten. 2006 gelang ihr die Fluch, ihr Peiniger nahm sich daraufhin das Leben.

Ihre Erlebnisse schrieb Kampusch 2010 in ihrer Autobiografie „3096 Tage“ nieder, die nun am 28. Februar in Filmform unter dem Titel „3096“ ihren Weg auf unsere Leinwände finden wird.

Vor dem Filmstart teilte die junge Wienerin ihre Schicksal noch einmal mit Günther Jauch und dem „Spiegel“. So sprach sie beispielsweise über die Anfeindungen, die ihr vor allem in ihrer Österreichischen Heimat entgegenschlagen. „Für mich ist es schwer zu ertragen, weil ich fast dazu gedrängt werde, ins Ausland zu gehen oder mich umzubringen“, erklärte sie dem „Spiegel“.

Die negative Haltung ihr gegenüber habe ihre Wurzel wohl in der Tatsache, dass Priklopil nicht mehr am Leben sei. „Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn Priklopil überlebt hätte. Dann wäre klar gewesen, dass ich das Opfer bin. Jetzt wird es so gesehen, als hätte ich dem Täter etwas angetan“, ist sich die 25-Jährige im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin sicher.

Dass der Film auch Szenen sexueller Gewalt gegen sie zeigt, über die sie bisher nicht sprechen wollte, hat Kampusch inzwischen akzeptiert. Gegenüber Günther Jauch erklärte sie, sie hätte den Szenen zugestimmt, weil die Vernehmungsprotokolle trotz des Opferschutzes an die Öffentlichkeit gelangt seien. Die Vergewaltigungen hätten stattgefunden, nun wolle sie damit aber in Ruhe gelassen werden.

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von TIKonline.de

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