Alice Cooper:
Sprang dem Tod von der Schippe

Alice Cooper kratzte die Kurve, bevor er in die Fußstapfen von Jim Morrison, Jimi Hendrix und Janis Joplin treten konnte. Der inzwischen 65-jährige Rockstar machte ähnlich wie seine allesamt im Alter von 27 Jahren verstorbenen Kollegen eine von Alkohol- und Drogen erfüllte Phase durch, entschied sich im letzten Moment jedoch dafür, sein Leben umzukrempeln.

Damit sprang er dem Tod nur knapp von der Schippe, wie er im Gespräch mit dem „Rolling Stone“-Magazin enthüllt. Auf die Frage, wie er überlebte und dem berüchtigten „Club 27“ entkam, antwortet er:

„Ich musste eines Morgens aufwachen und Blut spucken und erkennen, dass mir Gott damit ziemlich eindeutig sagen wollte: ‚Das reicht jetzt für dich. Du kannst immer noch Rock & Roll machen, aber auf eine andere Art und Weise.‘ Denn ich war am Sterben. Mein Arzt meinte: ‚Du hast zwei Wochen, bevor du zu Jimi, Jim und all den anderen Jungs stößt.‘ Ich sagte daraufhin: ‚Ich will am Leben bleiben und weiter Musik machen.‘ Also musste ich was ändern.“

Die Mitglieder des „Club 27“, zu dem auch die im Sommer 2011 verstorbene Soulsängerin Amy Winehouse gehört, seien derweil nicht zu retten gewesen, ist sich Cooper sicher. „Niemand hätte Jim Morrison vom Sterben abhalten können“, so die Bühnen-Ikone. „Ich war zwar ein Säufer, aber im Vergleich zu ihm war ich ein Leichtgewicht – und niemand konnte ihn davon abhalten, den Weg zu gehen, den er eingeschlagen hatte.“ Das Gleiche habe auf Winehouse zugetroffen, so Cooper. „Der wahre Künstler steht stets am Rande des Abgrunds. Er steht immer kurz vorm Tod.“

Jungen Musikern würde der Rocker deshalb aber nicht zum Drogenkonsum raten. „Ich sage den Kids immer, dass mir kein einziger Mensch einfällt, der einen Haufen Drogen genommen und sich dann gedacht hat: ‚Das war eine gute Idee.‘ Wenn man es überlebt, dann denkt man sich stattdessen: ‚Ok, ich habe im Rausch zwar ein paar gute Songs geschrieben, aber im Grunde hatte ich Glück, dass ich das überstanden habe.“

Deine Meinung zu diesem Thema? Hier kommentieren!

Foto(s): © Gabrielle Geiselman

von TIKonline.de