Christian Louboutin:
Gerichtsbeschluss gegen anti-islamische Vereinigung


Christian Louboutin lässt Plakate verbieten. Der weltweit angesehene Schuhdesigner erließ eine einstweilige Verfügung gegen die belgischen Aktivisten „Women Against Islamisation“, die seine rot-besohlten Kultschuhe auf ihren Kampagnen-Plakaten ohne seine Erlaubnis nutzten.

Per Gerichtsbeschluss wurde am Montag (14. Oktober) entschieden, dass die Aktion das Image der Marke „befleckt“, weshalb alle Poster laut Berichten der „BBC“ innerhalb von 24 Stunden abgenommen werden mussten.

Die strittigen Plakate zeigten die Louboutin tragenden Füße und Beine von Anke van Dermeersch, einer ehemaligen „Miss Belgium“, die jetzt als Senatorin für die Rechtsaußen-Vereinigung „Vlaams Belang“ (im Interesse Flanderns) tätig ist. Eine auf das Bein gedruckte Messlatte zeigte dann die vermeintliche Sicht des Islams auf Frauen an, von „Scharia-Konform“ auf Bodenebene bis hin zu „Steinigung“ am Oberschenkel.

Van Dermeersch zeigte sich unbeeindruckt, als Louboutin im September ankündigte, rechtliche Schritte gegen die Gruppe einzuleiten. „Dürfen Politiker sich nicht mehr anziehen, wie sie wollen?“, kommentierte sie die Anklage schnippisch. „Es scheint, als sei nicht nur der Islam intolerant. Ein legaler Dresscode für Politiker wäre ja wohl ein surrealer Präzedenzfall. Ganz abgesehen von dem absurden Argument der Imageschädigung gibt es keine legale Basis für so einen Dresscode.“

Ein Mitglied von „Vlaams Belang“ hat inzwischen eine neue Version des Plakats auf Twitter veröffentlicht, auf der die typischen roten Sohlen gegen gelbe ausgetauscht wurden.

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von Hirsch Heinrich

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