Ben Becker:
Will sich nicht langweilen


Ben Becker hat nichts gegen seinen Ruf, schwierig zu sein, weil er dadurch eine gewisse Narrenfreiheit genießt.

Der Schauspieler hat vor allem bei Journalisten den Ruf weg, ein schwieriger Gesprächspartner zu sein, was ihm aber nichts ausmacht. „Dadurch genieße ich eine gewisse Narrenfreiheit“, ist sich der 45-Jährige im Interview mit ‚filmreporter.de‘ sicher. „ Aber eigentlich bin ich überhaupt nicht schwierig. Oft werde ich einfach missverstanden. In dem Fall kann ich durchaus schwierig werden.“

Allerdings sehe er ein, dass manche seiner Äußerungen schwierig sein könnten oder er sich nicht gerne in eine Schublade stecken lasse. „Ich glaube, daher kommt dieser Ruf. Ich habe mich aber daran gewöhnt. Auf einer Weise bin ich sogar ganz froh darüber, weil die Leute mir mit gewissem Respekt gegenübertreten. Insofern habe ich diesbezüglich nichts verkehrt gemacht.“

Verkehrt machen will er auch bei seiner Rollenauswahl nichts und will sich dabei nicht wiederholen.
„Grundsätzlich lasse ich mich gerne überraschen und ich überrasche auch gerne“, erklärt er. „Ich versuche immer, meinem dramaturgischen Gespür zu folgen. Dabei möchte ich mich nicht zu oft wiederholen. Ich will mit meinen Rollen Neuland betreten.

Auf der anderen Seite bin ich nun mal nicht mehr der jugendliche Liebhaber. Auch für seichtere Stoffe bin ich nicht mehr zu haben. Die Zeit, in der ich für Fernsehserien angefragt wurde, ist vorbei. Das ist auch in Ordnung. Man sagt ja, ich sei für die etwa komplizierteren Charaktere zuständig. Das finde ich auch in Ordnung. Schließlich will ich mich nicht langweilen.“

Deshalb hat er auch nichts dagegen, mal etwas anderes als immer nur die Rolle des Bösewichts zu spielen. „Wenn ein Charakter gut begründet ist und ich eine gewisse Tiefe vorfinde, dann würde ich auch eine brave Figur übernehmen. Ich spiele auch gerne Clowns. Ich halte Robert Biberti aus ‚Comedian Harmonists‘ für einen Clown. Mit meinem Ziehvater Otto Sander habe ich mal die Serie ‚Polizeiruf‘ gemacht. Da habe ich auch einen Clown gespielt. Das macht mir auch Spaß. Trotzdem üben die Bösen eine Faszination aus.“

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Foto(s): © HauptBruch GbR

von TIKonline.de

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