Rudi Assauer:
Gehören Schwule nicht in den Fußball?

Früher war Rudi Assauer ja irgendwie cool. Die schöne Simone Thomalla an der Seite, Manager von Schalke, immer eine Zigarre im Mundwinkel. Später drehte er sogar Werbespots mit Frauenschwarm Bruce Willis.

Doch heute scheint das Glück den 65-jährigen verlassen zu haben. Er und Thomalla sind getrennt, Manager ist er schon lange nicht mehr und auch Bruce Willis ließ sich eine Weile nicht mehr blicken.

Stattdessen macht Assauer nun Schlagzeilen ob seiner Äußerungen über homosexuelle Fußballer. Dem Boulevardblatt „Express“ gab er ein Interview, in dem der momentane Skandal um Ex-Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell und Bundesliga-Referee Michael Kempter Thema sind.

Auf die Frage, ob Assauer jemals einem schwulen Fußballer in seiner Karriere begegnet sei, antwortet dieser: „Nein, nie! Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur schwul ist.“ Diesen habe er dann angesprochen und ihm geraten sich einen neuen Job zu suchen.

Doch Assauer betont, nichts gegen Homosexualität zu haben. Jedoch ist er der Meinung, dass das in anderen Sportarten durchaus funktionieren mag. „Aber im Fußball funktioniert das nicht“.

Diejenigen, die sich outen, würden „plattgemacht“ – von den Mitspielern und auch von den Leuten im Stadion, stellte Assauer fest. „Diese Hetzjagd sollte man ihnen ersparen“, ließ der Ex-Schalke-Manager weiter wissen.

Den Spielern, die zu ihrer Sexualität stehen würden, könne man zwar sagen, dass sie Mut gezeigt hätten, trotzdem würde Assauer ihnen raten sich etwas anderes als den Fußball zu suchen.

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Foto(s): © HauptBruch GbR / JR

von TIKonline.de

Comments

  1. im prinzip hat er ja recht. ein fußballer der sich outet wird den rest seiner karriere spießruten laufen. traurig aber wahr

  2. ich verstehe nicht, wie herr assauer zu einer solchen aussage kommt. sicher ist es für einen homosexuellen spieler nicht einfach. doch woher kommt denn das? statt dieser problematik auszuweichen sollte er sich als ex-manager und fußballfunktionär, einfach als mensch der öffentlichkeit, eher dafür einsetzen, dass die menschen dafür sensibilisiert werden. aufklärung ist das stichwort. die arbeit und leistung eines menschen sollte nicht an seiner herkunft, religion oder aber sexuellen ausrichtug festgemacht werden. wir leben schlielßcih nicht mehr im mittelalter, herr assauer! und dsonst läuft im profi-fußball doch auch alles so modern, oder nicht???

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