Jim Carrey:
Kämpfte für schwule Sexszenen

Jim Carrey hätte „I Love You Philip Morris“ nicht ohne die Sexszene gedreht. Für den Streifen, der 2009 in den Kinos erschien, schlüpfte der Leinwand-Komiker in die Rolle des Trickbetrügers Steven Jay Russell, der sich hinter Gittern in einen Mithäftling verliebt und für diesen immer wieder aus dem Gefängnis ausbricht.

Dass er bei den Dreharbeiten auch pikante Szenen mit seinem Co-Star Ewan McGregor drehen musste, fiel Carrey eigener Aussage zufolge zwar nicht leicht, war für ihn aber auch unverzichtbar.

Im Interview mit der Webseite „Flicks and Bits“ erläutert der Schauspieler: „Als ich ‚I Love You Philip Morris‘ drehte, war da natürlich diese angsteinflößende … ich nenne sie ‚ride ‚em cowboy‘-Szene. Es war beängstigend, aber das gehörte meiner Meinung nach zur Comedy [des Filmes]. Ich hatte zwar das Gefühl, dass das möglicherweise so skandalös wird, dass es in beide Richtungen losgehen könnte, aber ich denke mir dann immer: ‚Ist doch wurscht – los geht’s!’“

Bei den Machern des Films stieß Carrey dabei aber zunächst nicht auf Zustimmung. „Die Sexszene mit meinem männlichen Partner – das war im Grunde etwas, für das ich während der gesamten Produktion des Films kämpfen musste“, gesteht der 51-Jährige. „Jeder, der mit dem Film in Berührung kam, jeder der sich in den Film einkaufte, jeder, der an dem Film mitwirkte, wollte diese Szene rausnehmen. Und ich sagte: ‚Wenn ihr die Szene rausnehmt, werdet ihr mich nie wieder sehen. [Die Szene] ist wie der Pferdekopf in ‚Der Pate‘.“

Schuld sei die Profitgier, schlussfolgert Carrey. „Die Leute haben die Tendenz, alle Ecken und Kanten wegzuhobeln – vor allem wenn Geld im Spiel ist. Und diese Ecken und Kanten – sie sind der Grund, warum Leute ins Kino gehen.“

Ein Film mit unangenehmen Szenen sei seiner Meinung nach mit einem Autounfall zu vergleichen, so der Hollywood-Star. „Eigentlich will man sowas nicht sehen, aber wenn man dann an einem Autounfall vorbeifährt, kann man nicht anders, als hinzugucken. Und das ist das, was die Leute ins Kino treibt. Sie wollen Dinge sehen, zu denen sie sich emotional hingezogen fühlen – auch wenn sie diese Dinge nicht unbedingt im echten Leben sehen wollen.“

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von TIKonline.de

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